Die Römer und das Rheinland

... das ist eine lange Geschichte, deren Ursprünge mehr als 2.000 Jahre zurückreichen. So gelangte der römische Feldherr C. Iulius Caesar - aus dem Innergallischen kommend - bereits im 1. Jh. v.Chr. ins Rheinland, wo er zweimal den Fluss überschritt, um den Germanen zu zeigen, was römische Präsenz und römischer Pioniergeist bedeuten.

Zur römischen Provinz wurde das Rheinland dann zwischen 80 und 90 n. Chr. Dabei war Köln schon damals ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Es gab kaum eine andere Stadt, in der so viele Straßen zusammenliefen - ein wichtiges Indiz für die Bedeutung, die Köln und das Rheinland bereits zur Römerzeit hatten.

Die Spuren römischen Lebens sind im Rheinland bis heute sehr lebendig. Vor allem in Sachen Infrastruktur waren die Römer wegweisend. So schufen sie Bauwerke, die für ihre Zeit einzigartig waren, beispielsweise ein Netz von Straßen, die das Rheinland mit anderen römischen Provinzen verbanden. Der größte und bedeutendste antike Technikbau nördlich der Alpen ist jedoch die Eifelwasserleitung, die vor 2.000 Jahren geschaffen wurde und das Trinkwasser der Eifel nach Köln transportierte. Heute kann ihre Geschichte auf dem Römerkanal-Wanderweg zwischen der Eifelgemeinde Nettersheim und Köln erwandert werden.

Der Bau des Römerkanals war notwendig geworden, weil zum 'Roman Way of Life' der damaligen Zeit auch der Luxus der Thermen gehörte, wie man ihn heute noch beispielsweise in Zülpich nachvollziehen kann. Voraussetzung dafür war, dass genügend Wasser zur Verfügung stand - ein wichtiger Grund für das Entstehen der Eifelwasserleitung.